KEK – Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich

Die KEK wurde am 15. Mai 1997 auf der Grundlage der Bestimmungen des 3. Rundfunkänderungsstaatsvertrages gegründet. Die KEK besteht aus Sachverständigen des Rundfunk- und Wirtschaftsrechts sowie aus Direktoren der Landesmedienanstalten. Zur bundeseinheitlichen Konzentrationskontrolle ist die KEK als Beschlussorgan und Vermittlungsinstanz für alle Landesmedienanstalten tätig. Die Rechtsgrundlage bildet der Rundfunkstaatsvertrag (RStV).

Die KEK hat zur Aufgabe, die Einhaltung der Bestimmungen zur Sicherung der Meinungsvielfalt im bundesweiten Fernsehen zu prüfen und die entsprechenden Entscheidungen zu treffen.  Bei Zulassungsverfahren zur Programmveranstaltung und bei Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse an Fernsehveranstaltern beurteilt die KEK, ob ein Unternehmen durch die Veranstaltung ihm zurechenbarer Programme oder durch die Veränderung von Beteiligungsverhältnissen vorherrschende Meinungsmacht erlangt. Kriterien für das Vorliegen vorherrschender Meinungsmacht sind die Zuschaueranteile und die Stellung des Veranstalters und der beteiligten Unternehmen im Medienbereich.

Maßstab für die Feststellung vorherrschender Meinungsmacht im bundesweiten privaten Fernsehen ist im Wesentlichen der vom Veranstalter erreichte Zuschaueranteil. Der Zuschaueranteil der jeweiligen Programme wird von der KEK als Durchschnittswert über alle deutschsprachigen Programme des öffentlich-rechtlichen und des bundesweit empfangbaren privaten Rundfunks erhoben. Er gibt an, welcher Anteil der gesamten täglichen Sehdauer auf ein bestimmtes Programm entfällt.

Zur Schaffung von Transparenz berichtet die KEK fortlaufend über Stand und Entwicklung der Konzentration im Medienbereich. Die Website der KEK enthält eine Mediendatenbank, die Informationen zur Beteiligung von Unternehmen in den Bereichen bundesweites Fernsehen, Hörfunk und Presse bereitstellt. Zusätzlich wird eine Programmliste der privaten Fernsehsender veröffentlicht, in die alle Programme, ihre Veranstalter und deren Beteiligte aufgenommen werden.

http://www.kek-online.de/

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  1. Sie haben ausschließlich kek-online.de verwendet? Wenn Sie noch weitere aquellen haben, wäre es schön, wenn Sie die auch auflisten würden.
    Andernfalls wären ein paar weiterführende Links vielleicht ganz hilfreich.
    Grundsätzlich aber ein schöner Überblick!

    • ugoetz
    • 18. April 2012

    Die KEK ist kompliziert – keine Frage! Versuchen Sie bei Ihrer Präsentation, in einfachen Worten zu erklären, wer und was die KEK ist. Stellen Sie sich vor, Sie erklären es Ihrem Kumpel am Telefon.
    An alle: Zum Thema Medien(macht)konzentration finden Sie auch aktuelle Artikel in unserer Linkliste, Stichwort Übernahme Springer/Pro7Sat1 oder auch Drittsendezeiten/Fensterplätze

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