Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Zu Zeiten der Weimarer Republik waren sämtliche Medien in privater Hand. Der Staat hielt hier nur vereinzelt Anteile an den Unternehmungen und hatte so nur geringen Einfluss auf die Informationswiedergabe der damaligen Presse. Nach dem Zerfall der Weimarer Republik und dem Ende des zweiten Weltkrieges, gründete man auch in Deutschland den staatlich geführten öffentlichen Rundfunk. Dies geschah nach englischem Vorbild (BBC), die als erste Radioanstalt weltweit gelten. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Radio- und später auch Fernsehsender hinzu. Heute zählen fast 25 Fernsehsender und sogar über 60 Radiosender zu dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Der tatsächliche Sinn des ÖfR liegt in der Kommunikation demokratischer Werte und vor allem in der Grundversorgung mit Informationen und Kulturaspekten der Bevölkerung. Die Programminhalte werden kontrolliert und breit gefächert, um möglichst viele Bürger anzusprechen. Dabei wird stets ein gewisser Anspruch gewahrt, der von privatrechtlichen Sendern deutlich vernachlässigt wird. Hinzu kommt, dass der ÖfR einen qualitativ deutlich höheren Anspruch an die Weitergabe von Informationen an sich stellt. So entsendet der ÖfR in die ganze Welt Auslandskorrespondenten, die über sämtliche Geschehnisse weltweit berichten.

Diese finanzieren sich größtenteils durch Rundfunkgebühren (GEZ), die jeder Bundesbürger verpflichtend zahlen muss, sobald er ein Fernsehgerät besitzt. Hier kommt es jedoch immer wieder zu Komplikationen, da die tatsächliche Anzahl an Geräten nur schwer zu erfassen ist. Die GEZ muss sich hier zu 100% auf die Ehrlichkeit der Bundesbürger verlassen und fährt hierzu regelmäßig Kampagnen („Natürlich zahl` ich“) zur Motivation der Bürger. Ein zweites finanzielles Standbein bilden die kurzen Werbeunterbrechungen zwischen 18-20 Uhr, sowie die Spielfilmankündigungen durch Sponsoren.

http://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/32152/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk

http://www.gez.de/

http://www.planet-schule.de/sf/php/02_sen01.php?sendung=8474

Manfred Kops – Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in gesellschaftlicher Verantwortung (2003)

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  1. Sehr schöne Schwerpunktsetzung!
    Ich hatte es bei den anderen auch gefragt: Können Sie Ihre Quellen und vielleicht sogar ein paar Links zum Weiterlesen dazuschreiben?

    • ugoetz
    • 18. April 2012

    schöner erster Überblick – im Kurs werden wir einige der von Ihnen angesprochenen Punkte vertiefen, wie die aktuelle Debatte um RF-Gebühren (Stichwort: Haushaltsabgabe), oder Programmauftrag. Bitte geben Sie unbedingt Quellen an. Achten Sie auf Anschlussfehler im Text – so könnte der leicht schiefe Eindruck entstehen, dass sich Auslandskorrespondenten über Rundfunkgebühren finanzieren oder dass Rundfunkgebühren die GEZ sind.

  2. https://globalmedia2012.wordpress.com/2012/04/20/privater-rundfunk/
    Da gibt es einen Widerspruch: Können Sie den lösen?

    • fabianlehmann
    • 28. April 2012

    Wenn Sie den Widerspruch auf das Ende der Weimarer Republik beziehen, so habe ich nicht gesagt, dass diese 1945 aufgelöst wurde sondern der 2. Weltkrieg dort beendet war.

    Des Weiteren bezog ich die Einführung des öffentlichen Rundfunks auf die Einführung in Deutschland. Darauf bin ich nicht näher eingegangen. Die tatsächliche Entstehung des ÖfR reicht, wie Herr Wollmuth sagt, in die späten 20er Jahre zurück.

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