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Die Nachrichtenpyramide

Meldungen und Berichte werden im Journalismus nicht  chronologisch, sondern nach Informationsgehalt aufgebaut. Diese Art und Weise des Aufbaus wird als “Nachrichtenpyramide” bezeichnet. Die Nachrichtenpyramide zählt zu den Basistechniken, wie die Medien über wichtige oder auch dringliche Ereignisse informieren. Diese Darstellungsform der Nachrichtenpyramide wurde von einem US-Journalist Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Die interessanteste Information steht in der Spitze. In der Mitte folgen Details, die den Zusammenhang mit der Spitze erläutern und unten stehen die weniger wichtigen Fakten. Dies hat zufolge, dass der Schreiber gezwungen wird, die Textinformationen logisch zu ordnen und somit wird dem Leser das Verständnis des Textes erleichtert. In den meisten Fällen beinhaltet die Spitze die Quintessenz des kompletten Artikels und wird daher als “Nachrichten-Vorspann” bezeichnet. Unter anderem ist es auch später für die Redaktion einfacherer die Nachricht zu kürzen, weil das wichtigste am Anfang steht und keine Kerninformation oder Hauptmeldung verloren geht. Darüber hinaus wird dem Leser durch die Quintessenz die Nachricht erleichtert. In der Spitzeninformation mit dem höchsten Neuigkeitswert gehören die Antworten der sogenannten “W-Fragen”. Die “W-Fragen” beschäftigen sich mit: Wer hat was wann wo wie und warum getan?. Nach Beantwortung dieser “W-Fragen”  folgt die Frage woher und weitere bedeutenden Angaben. Darauf folgen detaillierte Einzelheiten. Im Schluss einer Nachricht werden Ursachen, Hintergründe und Zusammenhänge erwähnt.

Als Journalist sollte man also zuerst das Wichtigste berichten, dann die näheren Umstände erläutern und danach weitere Einzelheiten beschreiben. Somit besteht die Nachrichtenpyramide aus einem Leadsatz mit nachfolgendem Nachrichtenkörper. Ein Leadsatz soll nicht überladen, sondern klar und verständlich sein. Es gibt verschiedene Arten von Leadsätzen. Zum einen den klassischen Leadsatz, welcher alle relevanten Angaben enthält. Zum anderen den plakativen Leadsatz, der sich auf die Quintessenz beschränkt. Eine andere Art ist der einleitende Leadsatz, der den Rahmen absteckt und ein weiterer Leadsatz ist der erweiterte, welcher verschiedene Aspekte verknüpft. Das Lead und die Überschrift müssen zueinander passen.

In der Recherche ist u.a. der Begriff “das Prinzip der umgekehrten Pyramide “ gefallen. Diese Bezeichnung und die Definition ist Deckungsgleich mit der Nachrichtenpyramide, zeigt aber nur, dass der oben stehende bedeutendste Teil einer Nachricht auf dieser Weise mehr untermauert wird.

Die Nachrichtenpyramide

Abbildung: Engel, G., Brummelte, K.: Zeitung in der Grundschule – Ideen für den
Unterricht, S. 22, pdf.


Quellen

online-Medien

Begriffsdefinition

Online-Medien sind „auf dem Internet basierende Medien“. Diese bezeichnen Bereiche bzw. Anwendungsgebiete der neuen Medien. Online-Medien sind im Internet zu finden und wechseln ständig. Diese können bearbeitet, kommentiert, gelöscht und aktualisiert werden.

Es gibt drei Merkmale von online-Medien:

1. „Multimedialität“

2. „maschinelle Interaktivität“

3. „personale Interaktivität“

„Multimedialität“ bedeutet die Verknüpfung von Text, Bild, Film und Ton. Ein weiteres Merkmal von online-Medien ist die „maschinelle Interaktivität“. Die „maschinelle Interaktivität“ ist die Beeinflussung der Informationsaufnahme durch den Nutzer. Desweiteren ist ein Merkmal die „personale Interaktivität“. Diese ist die interaktive Kommunikation.

Es gibt eine Vielzahl von online-Medien, die es u.a. auch als Print Medien gibt. Nennenswerte online-Medien sind Blogs, Social-Media, E-shops, elektronische Zeitschriften, professionelle Erstellung von Websites u.v.m.

Für Beispielsweise einem Unternehmen bieten online-Medien neue Möglichkeiten für Produkte oder Dienstleistungen zu werben und detaillierte und umfassende Infos von Zielgruppen zu erlangen.

Marktentwicklung und Trends

Das Internet ist der eindeutige Gewinner der Wirtschaftskrise und ist in den letzten Jahren kontinuirlich stark gewachsen. Erfolgreiche Branchen im online-Bereich sind u.a. Partnerbörsen, Glücksspielanbieter und Suchwortvermarktungen. Der Bereich Kommunikation weisst einen deutlichen Trend zur online-Kommunikation auf und der Verkaufsweg via Online ist ebenso erfolgreich. Großes Zukunfspotenzial haben E-mail-Marketing gemeinsam mit Social-Media.

Online-Medien vs. Print Medien

In der heutigen Zeit gehen viele davon aus, dass die klassischen Print Medien wie Zeitungen, Bücher, Kataloge etc. aussterben und alle mit online-Medien agieren werden. Die TSN-Emnid-Studie (2009) widerlegt die Spekulationen des Aussterbens aber.Diese besagt, dass 61% Printmedien trotz des gleichwachsenden Internetkonsums. 16% nutzen sogar die Printmedien mehr als zuvor und die restlichen 23% beschreibt eine junge Zielgruppe, welche unter der sogenannten “Zeitungsmüdigkeit” leidet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Printmedien nicht aussterben und diese im digitalen Zeitalter als Orientierungshilfe dienen. Das optimale ist eine gesunde Mischung von online- und Printmedien zu finden.

Vorteile von online-Medien

  • Multimedialität
  • Verhältnismäßig geringe Kosten
  • Hohe Geschwindigkeit
  • Große Reichweite
  • Möglichkeit über eine Verlinkung, die Internetteilnehmer einzubinden
  • Problemloser Wechsel der Öffentlichkeitsgrade
  • Inhalte werden gezielt vermittelt
  • Breite Masse wird angesprochen
  • Zügige und regelmäßige Aktualisierung

Nachteile von online-Medien

  • Online-Gebühren
  • Informationschaos
  • Rechtsunsicherheit

Quellen