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Auslandsberichterstattung

Auslandsberichterstattung ist ein massenmedial erzeugtes und vermitteltes Wahrnehmungsbild über das Ausland. In der modernen Mediengesellschaft wird unsere Wahrnehmung von der Welt maßgeblich durch die Auslandsberichterstattung geprägt.

Auslandskorrespondenten berichten aus fremden Ländern und formen damit nicht nur das Verständnis über fremde Kulturen, sondern beeinflussen die Beziehungen zwischen den verschiedenen Ländern entscheidend mit. Insbesondere politische und ökonomische Prozesse laufen zunehmend medienvermittelt ab, womit den Nachrichten aus dem Ausland eine geradezu „existenzielle“ Bedeutung zukommt.

Insbesondere in Krisenzeiten wird der Auslandsberichterstattung ein erhebliches Beeinflussungspotenzial im Hinblick auf politische Entscheidungen bescheinigt.

Auslandskorrespondenten besetzen daher eine Schlüsselrolle in der öffentlichen Kommunikation über das Geschehen im Ausland und  liefern sogar die Informationsbasis, auf der sowohl Regierungen als auch Unternehmen politische und  ökonomische Entscheidungen treffen.

KEK – Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich

Die KEK wurde am 15. Mai 1997 auf der Grundlage der Bestimmungen des 3. Rundfunkänderungsstaatsvertrages gegründet. Die KEK besteht aus Sachverständigen des Rundfunk- und Wirtschaftsrechts sowie aus Direktoren der Landesmedienanstalten. Zur bundeseinheitlichen Konzentrationskontrolle ist die KEK als Beschlussorgan und Vermittlungsinstanz für alle Landesmedienanstalten tätig. Die Rechtsgrundlage bildet der Rundfunkstaatsvertrag (RStV).

Die KEK hat zur Aufgabe, die Einhaltung der Bestimmungen zur Sicherung der Meinungsvielfalt im bundesweiten Fernsehen zu prüfen und die entsprechenden Entscheidungen zu treffen.  Bei Zulassungsverfahren zur Programmveranstaltung und bei Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse an Fernsehveranstaltern beurteilt die KEK, ob ein Unternehmen durch die Veranstaltung ihm zurechenbarer Programme oder durch die Veränderung von Beteiligungsverhältnissen vorherrschende Meinungsmacht erlangt. Kriterien für das Vorliegen vorherrschender Meinungsmacht sind die Zuschaueranteile und die Stellung des Veranstalters und der beteiligten Unternehmen im Medienbereich.

Maßstab für die Feststellung vorherrschender Meinungsmacht im bundesweiten privaten Fernsehen ist im Wesentlichen der vom Veranstalter erreichte Zuschaueranteil. Der Zuschaueranteil der jeweiligen Programme wird von der KEK als Durchschnittswert über alle deutschsprachigen Programme des öffentlich-rechtlichen und des bundesweit empfangbaren privaten Rundfunks erhoben. Er gibt an, welcher Anteil der gesamten täglichen Sehdauer auf ein bestimmtes Programm entfällt.

Zur Schaffung von Transparenz berichtet die KEK fortlaufend über Stand und Entwicklung der Konzentration im Medienbereich. Die Website der KEK enthält eine Mediendatenbank, die Informationen zur Beteiligung von Unternehmen in den Bereichen bundesweites Fernsehen, Hörfunk und Presse bereitstellt. Zusätzlich wird eine Programmliste der privaten Fernsehsender veröffentlicht, in die alle Programme, ihre Veranstalter und deren Beteiligte aufgenommen werden.

http://www.kek-online.de/