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Pressefreiheit

Die Pressefreiheit ist ein zentraler Wert der Demokratie, ebenso ist Sie ein Menschenrecht und dennoch nicht für jeden Selbstverständlich. In vielen Ländern der Welt wird die Pressefreiheit immer noch stark beeinflusst oder unterbunden.

Pressefreiheit bedeutet das Recht auf Veröffentlichung von Informationen und Meinungen ohne jegliche Einschränkung bzw. Zensur via Rundfunk, Presse und ähnlichen Medien. Ziel von Pressefreiheit ist die Sicherstellung der freien Meinungsäußerung und Meinungsbildung aller Mitmenschen. In Deutschland ist die Pressefreiheit im Artikel 5 des Grundgesetzes verankert.

Artikel 5 Grundgesetz:

  • Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
  • Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
  • Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Geschichte:

1450 wurde in Mainz durch Johannes Gutenberg der Buchdruck erfunden. Durch diese von Gutenberg erfundene Technik, wurde es möglich politische, religiöse und soziale Aussagen innerhalb kürzester Zeit zu verbreiten. Diese neue Technik verdrängte schnell die alten Methoden der Nachrichtenverbreitung. Ebenso führte diese auch zu Protesten seitens der Kirche und der Staaten. Bis zu Einführung des Buchdrucks praktizierte die Kirche das System der Nachzensur, welches jedoch bei der aktuellen Anzahl an Schriften nicht mehr möglich war. Konsequenz der Kirche war die Einführung einer Vorzensur bzw. Zensur. Durch ein solches Zensursystem schaffte die Kirche ein Tool zur Meinungskontrolle, Selbstschutz, Verteidigung und Reinhaltung des Glaubens.

Jahre später entstand die theoretische Idee der Pressefreiheit in Deutschland mit dem Ziel diese als Menschenrecht einzufordern. Entgegen schärfster Beobachtungen hielten die Menschen an dem Freiheitsgedanken fest. Andere Länder wie Amerika, England oder Frankreich waren Vorläufer im Themenbereich Pressefreiheit. Bei der französischen Revolution standen vor allem Volksvertretung und Pressefreiheit im Vordergrund. Nach mehreren Aufständen in Deutschland billigte die damalige deutsche Regierung der Pressefreiheit zu. Dies war der Grundstein für die Verfassung eines Grundrechtskatalogs in Frankfurt am Main 1849.

Quellen:

Privater Rundfunk

Privater Rundfunk 

Die Entstehungsgeschichte, des privaten Rundfunks reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Damals versuchten private Investoren in den Rundfunk einzusteigen. Dies wurde jedoch durch den Vorsitzenden der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft Hans Bredow verhindert, indem dieser den Rundfunk der staatlichen Post zuteilte. Immer wieder wurde erfolglos versucht den Rundfunk zu privatisieren. Der 01.01.1984 gilt als Stardatum des privaten Rundfunks, an diesem Tag wurde die erste Sendung mit Beteiligung privatwirtschaftlich organisierten Programmanbietern ausgestrahlt.

Der private Rundfunk setzt sich aus zwei Hauptbestandteilen zusammen, zum einem aus dem privaten Hörfunk und zum anderen aus dem privaten Fernsehen. Neben den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird der private Rundfunk als zweite Säule des dualen Rundfunksystems bezeichnet.

Ziele des privaten Rundfunks sind:

  • Marktwirtschaftliche Ziele
  • klare Trennung zwischen Hörfunk- & Fernsehveranstaltern
  • Finanzierung durch Werbung & Entgelt
  • vielfältige & neuartige Programme
  • Ausweitung der Verbreiterungsgebiete

Die bekanntesten privaten Rundfunkanbieter sind:

  • Mediengruppe RTL
  • ProSibenSat.1 Media AG
  • Sky Deutschland

Der private Rundfunk finanziert sich selbst, dies meistens durch den Einsatz von eigenen Mitteln oder die Ausstrahlung klassischer Werbesports.

Eine Regel an die sich der private Rundfunk halten muss, ist die Anzahl der Werbeminuten pro Sendestunde (48/12). Der private Rundfunk darf pro ausgestrahlter Sendestunde, in dieser maximal 12 Minuten Werbung verkaufen bzw. ausstahlen. Weitere Wege der Finanzierung sind:

  • Werbeshows
  • Sponsoring
  • Versandhandel
  • Verkauf von Abonnements

 

Quellen: